Probleme in Mathematik?

  • Wenn das Mathematik-lernen für Sie und Ihr Kind zur Katastrophe wird,
  • wenn Ihr halbes Gehalt zum Nachhilfelehrer wandert,
  • wenn es dennoch schlechte Noten regnet und Sie nicht mehr weiter wissen,

dann hören Sie auf damit, Dinge zu tun, die nicht funktionieren!

Hören Sie auf, Ihr Kind mit Mathematik zu quälen!

Ich zeige Ihnen, wie Mathematik-lernen funktionieren kann, und wie Sie damit ganz nebenbei Ihr Kind auch auf ein eigenständiges und glückliches Leben vorbereiten.

Dieses Buch kann Ihr Leben verändern, und vor allem das Ihres Kindes.

Hier klicken bringt Freude in Ihr Leben! –> JA DAS PROBIERE ICH! 


Mathematik – ein Motivationsbuch

Wie Sie Ihrem Kind erfolgreich bei Mathematik helfen

und ihm nebenbei noch sehr viel für’s Leben mitgeben.

Für Eltern, die selbst keine Mathematik-Genies sind.

Buch_Hardcover_4

„Ja SO macht Mathematik-lernen sogar Spaß.“

Derartige Komplimente habe ich von zahlreichen meiner Nachhilfeschüler bekommen.

In meinem Buch zeige ich Ihnen, was dahinter steckt.

Hier klicken macht Sie schlau! –>  OK. WIE MACHT ER DAS?

Für eine Leseprobe nach unten scrollen!


 

Advertisements

Leseprobe

Lesen Sie hier die ersten Kapitel!

 

Eine spannende und zugleich entspannende Lektüre, die Ihnen in Ihrer mathematischen Lernsituation neue Perspektiven und Hoffnungen eröffnet.

 

Hier beginnt die Leseprobe:

_____________________V_____________________

 

Wozu brauch ich Mathematik? Das braucht doch ohnehin niemand!

Dieser Gedanke und die dahinter stehende Ablehnung sind für die meisten Schüler eine der Haupthürden bei der Auseinandersetzung mit Mathematik. Zwar hat man einen ungefähre Ahnung, dass manche Berufsgruppen etwas mehr mathematisches Wissen benötigen als andere, aber diesen Berufen gilt es eben in Zukunft auszuweichen. Ein Leben ohne Mathematik scheint nicht nur möglich sondern auch erstrebenswert.

Schulbücher und Lehrer geben sich große Mühe durch anwendungsbezogene Beispiele den Nutzen und die Einsatzmöglichkeiten von Mathematik an allen möglichen Lebensbereichen zu unterstreichen, doch die grundlegende Ablehnungshaltung bleibt oftmals bestehen. Man will ja ohnehin nicht Fliesenleger werden, der sich mit Flächeninhalten und Seitenlängen herumschlagen muß. Genausowenig Dachdecker der anscheinend Dachschrägen in die Anzahl von Dachziegeln umrechnen muss. Und schon gar nicht Töpfer, der offenbar durch Integration von geschwungenen Linien das Volumen seiner Vasen berechnen muß.

In diesem Buch will ich einen anderen Weg gehen und Schülern und Eltern praktische Tipps geben, ihre individuellen Motivationsschwierigkeiten zu überwinden.

Für einen typischen Schüler vor der Matura bzw. dem Abitur gilt im Allgemeinen:

Mathematik ist sinnlos

Akzeptieren wir das einmal. Aber …

 

Liegestütz sind auch sinnlos. Situps sind genauso sinnlos. Kein Mensch braucht in seinem späteren Leben Situps oder Liegestütz. Was wir brauchen, ist die Kraft, die wir beim Trainieren von Liegestütz und Situps entwickeln und aufbauen. Was wir brauchen sind die Muskeln, die unseren Körper stützen.

Fußballspielen ist komplett sinnlos. 20 Leute rennen einem Ball hinterher, 2 stehen nur rum und hüpfen zwischendurch hin und wieder, einer Pfeift in einem Fort, und zum Schluss steht es 3:2. Die einen fühlen sich gut, die anderen sind deprimiert. Der Schiedsrichter ist in jedem Fall der Blöde. Je nachdem wie berühmt oder gut manche der 20 umherlaufenden Buben sind, wurde eine Menge Geld und Bier umgesetzt, viele Menschen haben ihnen bei ihrem Tun zugesehen und fühlen sich anschließend großartig oder deprimiert. Aber kein hungriger Mensch wurde durch das Spiel satt, keine Umweltkatastrophe wurde verhindert, kein Krieg vermieden eher im Gegenteil. Völlig sinnlos, wenn man so will.

Bergsteigen ist überhaupt sinnlos. Da quält man sich stundenlang auf irgendeinen Berg hinauf, schwitzt, keucht, stolpert nur um oben die angeblich so schöne Aussicht zu genießen und anschließend wieder nach unten zu hampeln, wo man hergekommen ist. Übrig bleiben ein paar Fotos, die sich kein Mensch je ansieht und ein irgendwie befriedigendes Gefühl. Ein Gefühl von “etwas erlebt zu haben”, “etwas geschafft zu haben”, “sich selbst überwunden zu haben”, “Glück oder Pech mit dem Wetter gehabt zu haben”. Meist schöne Gefühle aber komplett sinnlos.

Oder wird etwas dann sinnvoll, wenn es uns positive Emotionen verschafft? Lassen wir den Gedanken mal so stehen.

 

Sinn ist, wie man an diesen Beispielen vielleicht sehen kann, nicht etwas das den Dingen innewohnt und was von uns gesehen oder gefunden werden kann, sondern es ist etwas, das wir selbst den Dingen geben, etwas das wir in die Dinge hineinlegen. Mathematik ebenso wie Fußball oder Bergsteigen sind für sich genommen völlig sinnlos. Erst WIR können ihnen SINN GEBEN, sie mit Sinn erfüllen. Das ist gewissermaßen ein aktiver Akt von uns. Die Dinge haben keinen Sinn, solange wir Menschen ihnen keinen Sinn geben.

Sinn können wir aber einer Sache nur geben, wenn wir ihren Sinn erkennen. Wie aber sollen wir einen Sinn erkennen, wo keiner ist – wie bei der Mathematik? Lassen wir auch diesen Gedanken einmal so stehen.

Sinn verbinden wir oft mit Nutzen. Etwas, das uns einen Nutzen bringt, dem geben wir leichter einen Sinn. Wenn wir etwas davon haben, dann erscheint es uns sinnvoll. Dadurch bleibt uns manchmal verborgen, dass wir es selbst sind, die der Sache einen Sinn geben. So mag es uns erscheinen, dass nutzbringende Dinge einen ihnen innewohnenden Sinn haben. Aber was ist der Nutzen eines Fußballspiels, oder einer Bergwanderung? Ein paar Eindrücke, ein paar Fotos, ein mehr oder weniger befriedigtes Gefühl, ein Häkchen auf der Liste der zu ersteigenden Berge, ein paar Punkte in der Rangliste? Möglicherweise hat es mit dem Gefühl mehr zu tun, als wir uns eingestehen. Lassen wir auch diesen Gedanken einmal so stehen.

 

Warum ist es jetzt aber so schwer der Mathematik einen Sinn zu geben, wohingegen es bei Fußball sehr vielen Menschen sehr leicht fällt? Mathematik hat ganz ohne Zweifel einen Nutzen. Unser modernes Leben ist komplett von Mathematik durchdrungen bzw. basiert darauf. Nähmen wir von heute auf morgen die Mathematik aus unserer Umwelt heraus, hätten wir keine Smartphones, keine Computer, keine Autos, keine Supermärkte, kein Fernsehen oder Radio, keine Waschmaschinen, … nichts mehr. Unsere gesamte Technik, das Ingenieurwesen, die Wirtschaft sind eine Manifestation der Mathematik. Und unsere Lehrer und Schulbücher werden nicht müde uns diesen NUTZEN der Mathematik vorzubeten. Dennoch kommt die Botschaft nicht an. Warum?

Weil unsere Kinder und Jugendlichen keine Ingenieure sind. Weil die Aufgaben die sie zu bewältigen haben sich ohne Mathematik lösen lassen. Weil ihre gesamte Lebensumwelt keine mathematischen Anforderungen an sie stellt. Warum sollten sie sich also damit beschäftigen? Mathematik bleibt somit für sie ein völlig abstraktes, lebensfernes Konstrukt. Muss sie bleiben! Die Versuche den Nutzen zu erklären MÜSSEN scheitern. Es ist, wie wenn man einem Fisch etwas von Pferderennen erzählt oder von Modeschauen. Was soll ein Fisch damit anfangen?

 

Was also tun?

Stellen wir erst einmal fest und akzeptieren wir:

Mathematik ist für Kinder und Jugendliche sinnlos.

Sie können den verborgenen Nutzen nicht erkennen.    

Und das ist nicht ihre Schuld oder ihr Versagen und auch nicht das ihrer Lehrer. Es ist einfach eine Folge ihrer Lebensumstände.

 

Manche Eltern, die der Mathematik grundsätzlich positiv gegenüberstehen, versuchen die Lebensumstände ihrer Kinder so zu gestalten, dass sie mathematische Fragestellungen spielerisch in den Alltag einbauen. Beim Kochen kann man mit Gewichten und Waagen spielen, beim Tanken kann man auf die Differenz zwischen Litern und Preis hinweisen, mit Uhrzeiten lässt sich rechnen, usw.

Dafür braucht man aber selbst eine gewisse Freude an Zahlenspielen und Mathematik, dann findet man solche “Aufgaben” überall. Solcherart lassen sich also sogar die Lebensumstände unserer Kinder ein wenig gestalten. Das Ergebnis ist, dass Kinder von “mathematischen Eltern” oft bedeutend weniger Probleme mit Mathematik in der Schule haben, ja mitunter diese “Freude an Mathematik” sogar “erben”. Für all diese “mathematischen Eltern” eine Entschuldigung vorab. Sorry – dieses Buch ist nicht für Sie gemacht. Fehlinvestition. Dieses Buch ist für Eltern, die mit Mathematik nichts am Hut haben.

 

Sehr viele Eltern haben selbst schlechte Erfahrungen mit Mathematik gemacht. Sie hassen Mathematik, schummeln sich selbst irgendwie durch, gehen ihr aus dem Weg und fürchten sich davor, ihren Kindern bei Mathematik zu helfen. Nicht zuletzt weil sie hier ihre Rolle als “Allwissende” einbüßen und eingestehen müssen, dass sie selbst nicht perfekt sind. Manchen fällt das etwas schwer. Alte Wunden werden aufgerissen. Dann werden mitunter die eigenen Schwächen als Vorwurf auf die Kinder projiziert. Es wird Druck gemacht, gestraft, verboten, stundenlang gequält, und die Kinder zumindest mental völlig misshandelt … schrecklich! So wird die Abscheu und Angst vor Mathematik nur in die nächste Generation weitergegeben.

Solche Eltern, die oft täglich stundenlang mit ihren Kindern sitzen – verzweifelt, in angespannter Atmosphäre, mit Druck und oft mit Tränen auf beiden Seiten – solche Eltern bitte ich: Hören Sie JETZT damit auf! Sie machen SO viel kaputt und vor Allem vergeben Sie riesige Chancen. Und dabei geht es gar nicht um die Mathematik. Mit Mathematik kann man so viel MEHR lernen als nur Rechenregeln.

Lesen Sie bitte dieses Buch und lassen sich überzeugen! Sie müssen selbst Mathematik nicht lieben oder beherrschen um Ihrem Kind qualifiziert bei Mathematik in der Schule zu helfen. Beginnen Sie damit das zu unterlassen, was bisher nicht funktioniert hat und was noch nie funktioniert hat! Hören Sie auf damit Ihr Kind und sich selbst mit Mathematik zu quälen! Es bringt nichts. Ihr Kind ist nicht blöd. Sie sind nicht unfähig. Sie haben nur möglicherweise ein ungeschicktes Bild von dem, wie Ihr Kind Mathematik lernen könnte weil Ihnen selbst niemals jemand eine Alternative gezeigt hat. Dieses Buch will eine solche Alternative aufzeigen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass Sie Zweifel haben, ob die hier vorgeschlagenen Methoden für Ihr Kind funktionieren. Manches mag teilweise überraschend und unkonventionell auf Sie wirken. Sie werden beim Lesen des Textes hoffentlich bemerken, dass ich mir diese Dinge nicht aus dem linken, kleinen Fingernagel gezogen habe, sondern dass sie einer langjährigen Praxis und Beschäftigung mit Fragen mathematischer Didaktik aus der Sicht eines Nachhilfelehrers, wie auch eines Vaters von 2 Kindern entspringen. Natürlich haben Sie nicht das gleiche Vertrauen in diese Methoden, wie ich es aus meiner Beschäftigung mit unterschiedlichsten Kindern und deren Lernschwierigkeiten gewonnen habe.

Sie werden Ihren eigenen Weg finden und gehen. Möglicherweise nicht so radikal, wie ich es hier beschreibe. Dennoch werden Sie hier hoffentlich zahlreiche Anregungen finden, neue Wege zu beschreiten.

Stellen Sie sich aber bitte darauf ein:

  • Es wird nicht sofort funktionieren,
  • Sie werden auf Widerstände stoßen,
  • Sie werden auf neue Probleme stoßen und dafür eigene Lösungen finden,
  • Sie werden zweifeln,
  • Sie werden in alte Muster zurückfallen,
  • Ihr Kind wird anders damit umgehen, als Sie es sich wünschen,
  • Ihr Kind wird Fehler machen,
  • Ihr Kind wird zweifeln, protestieren und auch resignieren,
  • Das Alles benötigt Zeit.

Ich wünsche Ihnen dabei viel Glück, Durchhaltevermögen und Erfolg. Und ich freue mich über Ihr Feedback, Ihre Geschichten und Anregungen damit eine nächste Ausgabe dieses Buches noch besser wird.

Der Schlüssel zum Erfolg

Ein ganz grundlegendes Prinzip: Sie können Ihrem Kind Mathematik NICHT beibringen. Auch kein Lehrer oder Nachhilfelehrer kann das. Sie können Ihrem Kind das Wissen nicht einimpfen, es ihm nicht erklären und es ihm nicht einmal einfacher machen.

Ihr Kind MUSS es sich SELBST ERARBEITEN, es muss selbst TUN.

Daran führt kein Weg vorbei. Bringen Sie Ihrem Kind am Schreibtisch das Schwimmen bei ohne, dass es selbst ins Wasser geht? Alles, was Ihr Kind später einmal schwimmen kann, wird es sich selbst erschwommen haben. Ganz ähnlich ist es mit der Mathematik.

Wir glauben immer, dass wir den Kindern die Mathematik erklären müssen um ihnen zu helfen sie zu verstehen. Ich behaupte jedoch: Die Mathematik ist so einfach, dass sie jedes Kind selbst verstehen kann, wenn es sie sich erarbeitet. Der Rest ist Übung. Mathematik kann man nicht durch hören lernen, sondern nur durch selbst TUN.

Lassen Sie sich selbst einmal eine Software, die Sie noch nicht kennen, von jemandem erklären, der diese Software beherrscht. Er wird eine Weile lang wild mit der Maus umherfahren, dies und das zeigen und Sie werden NICHTS verstehen. Nach spätestens 2 Minuten schalten Sie geistig ab. Erst wenn Sie selbst die Maus in die Hand nehmen und ausprobieren, werden Sie die Zusammenhänge verstehen. Das IST so. Der beste Weg jemandem anderen eine Software vorzuführen oder beizubringen ist es, selbst die Maus NIE in die Hand zu nehmen. Ähnlich ist es in der Mathematik. Ihr Kind muss es selbst TUN.

 

Salman Khan, der Gründer der Khan-Academy hat einmal etwas sehr Kluges erkannt: “Wenn du etwas lernen willst, ist das Letzte was du brauchst jemand der daneben sitzt und dir ständig erklärt, wie’s geht. Du musst dir den Lernstoff in deinem eigenen Tempo, deinem eigenen Rhythmus, mit deinen eigenen Fragen erarbeiten können. Da stört jemand der dir ständig erklärt wie’s am einfachsten geht nur.“

Wenn Ihr Kind sich also selbst durch die Mathematik durcharbeiten soll – ja MUSS, dann braucht es dafür viel Motivation. Aber wie soll es die bekommen, wenn es Mathematik als sinnlos erkennt? Wenn Sie selbst ihm ständig vorleben, wie man sein Leben auch ohne Mathematik erfolgreich gestalten kann? Wenn es spürt, wie Sie selbst eine Abscheu vor Mathematik haben? Wenn es gar erlebt, wie Mathematik ständig nur Misserfolge und emotionale Katastrophen in sein eigenes Leben bringt?

Dieses Buch will Ihnen genau dafür Anregungen geben. Kurz vorweggenommen: Ihr Kind kann MIT Mathematik so viel mehr lernen als nur Mathematik. Zahlreiche Dinge, die es im späteren Leben wirklich brauchen wird und die mit „Sinus“ und „Determinante“ überhaupt nichts zu tun haben. Missbrauchen Sie die Mathematik für die Persönlichkeitsbildung Ihres Kindes. Sie ist, wie ich hier zeigen will, dafür sehr gut geeignet.

Vertreiben Sie Ihre eigenen Geister!

Kinder imitieren ihre Eltern und sie wollen ihnen gefallen und eine Freude machen. Auch wenn das in der Pubertät manchmal schwer zu erkennen ist. Im Grunde wollen alle Kinder ihre Eltern glücklich machen und folgen deren inneren Erwartungshaltung. Da Sie selbst die Mathematik nicht mögen, sie möglicherweise fürchten oder hassen, wenn Sie selbst möglicherweise ihr gegenüber eine trotzige Einstellung haben der Art: “Ich bin der lebendige Beweis dafür, dass Mathematik unnötig und sinnlos ist.” Wenn Sie sich über einen T-Shirt Text freuen, wie: “Schon wieder ein Tag in dem ich Algebra nicht gebraucht habe.”, dann fragen Sie sich selbst einmal ganz ehrlich, ob Sie Ihrem Kind überhaupt erlauben in Mathematik besser zu sein, als Sie es selbst jemals waren! Fragen Sie sich, ob Sie es ihm gönnen gute Noten in Mathematik zu haben, wo Sie selbst so sehr darunter gelitten haben!

Gehen Sie einmal in sich und entdecken Sie Ihre eigenen, mehr oder weniger verborgenen Glaubenssätze der Art:

  • Mathematik ist schrecklich kompliziert und macht mir sogar Angst.
  • Mathematik ist sinnlos.
  • Mathematik ist etwas für die Großkopferten. WIR brauchen soetwas nicht.
  • Mathematik ist unnötig und reine Zeitverschwendung.
  • In Mathematik gut, aber im Leben Versager.

Fragen Sie sich einmal inwieweit Sie von Ihrem Kind erwarten, diese Glaubenssätze zu übernehmen.

Wenn Sie derartiges bei sich selbst entdecken, dann haben Sie und Ihr Kind zwei Möglichkeiten:

  1. Sie erkennen und akzeptieren es. Dann seien Sie bitte stolz auf Ihr Kind, wenn es weiterhin schlechte Noten nach Hause bringt. Vergessen Sie Matura und Studium oder schummeln Sie Ihr Kind mithilfe teurer Nachhilfestunden weiterhin durch. In diesem Fall sind Sie bereits fertig mit diesem Buch. Sorry – Fehlinvestition. Schenken Sie das Buch weiter oder verkaufen Sie es und sparen Sie sich Ihr Geld für die Nachhilfe.
  2. Versuchen Sie selbst mit der Mathematik einen inneren Frieden zu schließen. Vielleicht indem Sie, wie hier in diesem Buch vorgeschlagen, ihre Bedeutung als Trainingscenter für allgemeine Lebensqualifikationen anerkennen.

Wenn Sie diesen 2. Weg probieren wollen, versuchen Sie doch einmal für sich selbst folgende Glaubenssätze zu etablieren:

  • Mathematik ist so einfach, dass sie jedes Kind lernen kann. (Gerade gute Schüler haben oft keine Eltern oder Nachhilfelehrer, die ihnen alles erklären. Sie erarbeiten sich den Stoff selbständig.)
  • Mathematik ist zwar für mich sinnlos, aber als Persönlichkeits-Fitnesscenter für mein Kind ein ganz gutes Lebenstraining. (Nicht optimal, aber doch für sehr Vieles sehr gut geeignet und … was im Leben ist schon optimal?)
  • Ich erlaube meinem Kind in Mathematik besser zu sein, als ich es selbst war und freue mich ehrlich, wenn es mehr Freude an der Mathematik findet, als ich es selbst konnte.
  • Mathematik kann und darf Spaß machen.
  • Mathematiker sind nicht ausschließlich langweilige, lebensunfähige, weltfremde, abgehobene Schwächlinge mit dicken Brillengläsern und hässlichen Pullovern sondern durchaus manchmal auch ganz passable, fesche, lustige und erfolgreiche Menschen, die’s auch im wirklichen Leben zu etwas bringen können. Denken Sie etwa an die GOOGLE Gründer Larry Page und Sergey Brin – beides Mathematiker, oder lesen Sie das hier: https://www.welt.de/wissenschaft/article153350067/Wer-gut-in-Mathe-ist-hat-beruflich-mehr-Erfolg.html

Besiegen Sie also erstmal Ihre eigenen Geister! Dieses Buch will Ihnen dabei helfen. Wenn Ihnen nur das gelingt, Ihrem Kind innerlich zu erlauben und zu gönnen, dass es in Mathematik besser wird als Sie es jemals waren, heben Sie den Notenschnitt Ihres Kindes schon mal um eine Note.

Aber seien Sie ehrlich mit sich! Sie können es Ihrem Kind zwar wünschen, dennoch innerlich nicht erlauben und gönnen. Der Weg, den ich hier in diesem Buch vorschlage, hat hoffentlich zur Folge, dass Sie möglicherweise Ihre eigene Einstellung zur Mathematik verändern.

Von Ostereiern

Hat Ihr Kind Spaß am Ostereiersuchen? Dann zeige ich Ihnen jetzt wie die lustige Eiersuche abliefe, wenn Sie sie genau so gestalteten wie die Mathematikhausübung.

Sie rufen Ihr Kind zu sich. “Also schau einmal. Die Eier, sind wie jedes Jahr im Garten versteckt. Geh am besten zuerst zum Nussbaum. Dort findest du zwischen den roten Tulpen ein rotes Ei. Schau genau, dann findest du es bestimmt gleich. Hebe es vorsichtig auf, und bring es mir. Dann legen wir es hier in’s Körbchen. … Sehr gut. Jetzt schau mal unter der Bank dort drüben. Da müsstest du einen Schokoladeosterhasen finden. Siehst du ihn? Nein weiter links! Ja genau da! Bring ihn her und auf dem Weg zurück kannst du gleich dort beim Wasserhahn das gelbe Ei mitnehmen. Siehst du es? Ja genau! Und wenn du jetzt links schaust, siehst du dort 4 Schokoeier. Hast du sie? Na dann bringe alles mal her! Ist doch gar nicht so schwer oder?” Ihr Kind: “Da sehe ich auch noch ein blaues Ei.” Darauf Sie: “Ja lass das mal liegen! Das holen wir später. Bitte bleib bei der Sache, sonst suchen wir hier noch ewig. Jetzt gehst du am besten dort links zum Gartenzaun …!”

Glauben Sie, dass solch eine Eiersuche Spaß macht? Der Spaß an der Ostereiersuche ist die Suche, das selbst Entdecken!

Der Vergleich ist vielleicht etwas konstruiert. Aber macht Ihrem Kind Mathematiklernen Spaß? Nein? Und macht ihm die Ostereiersuche Spaß? Ja? Dann machen Sie definitiv etwas falsch. Viele meiner Nachhilfeschüler haben Dinge gesagt, wie: “Ja SO macht Mathematik lernen eh Spaß.” Und DAS will ich Ihnen hier in diesem Buch zeigen. Dazu will ich Ihnen aber ein paar Hintergrundinformationen geben. Darum will ich Ihnen erst mal zeigen …

Wie Mathematiklernen funktioniert

Hinweis: Vorsicht, jetzt kommen ein paar einzelne Buchstaben. Das sieht ein wenig aus, wie Mathematik. Aber keine Angst. Sie müssen nichts rechnen.

Unser Hirn arbeitet nicht linear  von A nach B auf dem kürzesten Weg. Ich stelle das mal so dar: ( A → B ) Das wäre der kürzeste Weg von A nach B. Unser Hirn nimmt auf dem Weg ( A → B ) 5 Umwege über C, D, E, F und G die für’s Erste einmal völlig unsinnig sind. Und der große Fehler den wir als Eltern gerne machen ist, dass wir C, D, E, F und G als störende Ablenkungen betrachten. JETZT gehts um das simple “von A nach B”. Da hat C, D, E, F und G nix verloren. FALSCH! C, D, E, F und G sind jetzt da und sie sind gut! Weil unser Hirn so funktioniert. Das ist kein Fehler, das ist ein Feature! Und das Merkwürdigste daran ist: Manche dieser Umwege z.B. D, F und G sind nicht einmal rationale Dinge oder Gedanken sondern Emotionen und Gefühle, die vordergründig GAR NICHTS mit Mathematik zu tun haben.

(Hier kommt noch ein Bild)

Das könnte etwa sein:

A: 1 + 1 =

C: oh das “Plus” habe ich jetzt aber hässlich geschrieben.

D: die Kathi hat so eine schöne Schrift.

E: das haben wir in der Schule doch auch schon gemacht.

F: da hat mein Sitznachbar so lachen müssen – das war lustig.

G: Ich und mein Sitznachbar wir sind 2 ganz schlimme hat der Lehrer gesagt.

B: Ich und mein Sitznachbar … 1 + 1 = 2

 

Warum macht unser Hirn das? Weil lernen schlicht und einfach so funktioniert.

Irgendwann später kommt das Hirn wieder auf den Zusammenhang A → B nur diesmal über den “Umweg” D, F, H, I, G, J, L.

Jetzt erkennt unser Hirn: Aha – A → B hat irgendwie mit D, F und G mehr zu tun als mit C, E, H, I, J, L. Jetzt vernetzt sich die Verbindung A → B ein wenig stärker mit mit D, F und G und ein wenig schwächer mit den anderen.

(Hier fehlt auch ein Bild)

Und jedes Mal, wenn wir auf A → B stoßen werden diese Verbindungen ein wenig erneuert und aktualisiert. Je mehr solche Verknüpfungen wir in unserem Hirn zur Verbindung A → B aufbauen, umso leichter merken wir uns diesen Zusammenhang.

N   R   W   D   F   L

U        A –> B       S

G   I   K   Q   E   T   M

Man müsste jetzt zwischen all diesen Buchstaben Verbindungslinien ziehen, manche stärker, manche weniger stark – ähnlich einem Spinnennetz.

 

Der Gedanke A → B ist also sozusagen eingebettet in ein dichtes Netzwerk von Querverknüpfungen zu anderen Gedanken und Gefühlen.

Das paradox Erscheinende daran ist, dass wir möglichst viele Querverbindungen zulassen müssen anstatt sie zu verjagen. Mit solchen Querverbindungen “stabilisiert” sich unser Wissen. Jede dieser Querverbindungen erlaubt es uns den Gedanken A → B wieder abzurufen.

Und jetzt stellen Sie sich einmal vor, was passiert, wenn all diese Querverbindungen (oder ein Großteil davon) bestehen aus: “Die Mama wird ungeduldig”, “Der Papa schreit”, “Ich hasse das”, “Hoffentlich stimmt’s jetzt”, “Noch 5 Beispiele rechnen”, “Heute kein Fernsehen”, “Oh Gott! Schon wieder falsch.”, “Wie lange noch?”, “Ich würde jetzt lieber Fußball spielen”, …

Verstehen Sie jetzt, warum das nicht funktionieren KANN? Also hören Sie bitte HEUTE auf damit!

 

Beachten Sie jedoch, dass bei Ihnen selbst mitunter derartige Verknüpfungen angelegt sind. Aber niemand zwingt Sie dazu, diesen Unsinn an Ihre Kinder weiterzugeben. Fangen Sie damit an, Ihrem Kind zu erlauben, dass es Mathematik anders, vielleicht positiver erlebt als Sie selbst.

Was Sie MIT Mathematik alles zusätzlich entwickeln können

Mathematik ist Rechnen. Zuerst mit Zahlen, dann mit Buchstaben und Formeln.

NEIN! Mathematik zu lernen bedeutet VIEL MEHR bzw. kann VIEL MEHR bedeuten. Machen Sie sich das einmal bewusst!

Mathematik trainiert das Gehirn, und sie eröffnet uns Freiheiten und Sicherheiten, die uns in unserem späteren Leben Vorteile verschaffen können. Das ist wohl unbestritten. Auch wenn wir in der Schule leider viel zu viel unnötigen Ballast lernen müssen, den wir konkret in dieser Form NIE wieder brauchen werden. Mathematik trainiert VIEL mehr als nur logisches Denken.

Betrachten Sie Mathematik NICHT als sinnvoll in Hinblick auf ihren unmittelbaren Nutzen. Diesbezüglich bleibt Mathematik für Ihr Kind wahrscheinlich über die gesamte Schulzeit hinweg sinnlos.

Betrachten Sie Mathematik als Fitnesscenter für das Gehirn UND DIE PERSÖNLICHKEIT Ihres Kindes! Ins Fitnesscenter geht man auch nicht, weil’s so lustig ist oder weil man das, was man dort tut unmittelbar für die Bewältigung seines Alltages benötigt. Man geht trainieren weil man hübsch aussehen will, das andere Geschlecht beeindrucken will oder weil man allgemein fit sein will. Weil man die Kraft, das gute Aussehen, die Fitness irgendwann in einem völlig anderen Zusammenhang vielleicht einmal brauchen kann. Oder benötigen Sie es in Ihrem Alltag oft, am Rücken liegend große Gewichte in die Luft zu stemmen. DAS aber verlangen wir von der Mathematik um ihr einen Sinn zu geben und natürlich kann das nicht gelingen.

 

Als Erwachsene erkennen wir dann mitunter einen Nutzen der Mathematik und meinen, dass wir unseren Kindern etwas Gutes tun, wenn wir ihnen möglichst viel Mathematik schon in Jugendjahren einimpfen, damit sie’s später einmal leichter haben und weil ihr Gehirn in jungen Jahren ja ach so aufnahmefähig ist. Da ist das Lernen doch noch viel leichter. Und deshalb stopfen wir so viel wie möglich in die kleinen Gehirne hinein. Das ist leider eine der Dummheiten, die unserem Schulsystem zugrunde liegen. Aber dagegen können wir nichts tun. Unsere Kinder müssen nun mal leider Mathematik lernen, also machen Sie das Beste daraus!

Machen Sie nicht den besten Mathematiker aus Ihrem Kind, sondern einen besseren Menschen mithilfe der Mathematik! Nutzen Sie die Mathematik, missbrauchen Sie sie, um Fertigkeiten und Tugenden zu trainieren, die Ihr Kind im Leben wirklich einmal braucht! Hier sind einige Beispiele:

  • Selbstvertrauen – selbst richtige Lösungen zu finden.
  • Selbstmotivation – seine innere Motivation finden, aktivieren und pflegen.
  • Ablenkungen ausblenden, sich Fokussieren und Konzentrieren.
  • Selbstdisziplin – durchhalten, sich durchbeißen auch wenn’s mal nicht so Spaß macht.
  • Selbstorganisation – sich einen Plan machen und daran halten. Ihn laufend anpassen.
  • Dinge fertig machen und zu Ende bringen.
  • Strukturiertes Denken.
  • Kreatives Denken.
  • Mit einem Buch arbeiten – sich ein Thema selbst erarbeiten.
  • Herr seines eigenen Denkens werden.
  • Wissen verknüpfen, Zusammenhänge herstellen, Begreifen.
  • Neues wagen, versuchen, scheitern, wieder aufstehen, weitermachen.
  • Kleine Details wichtig nehmen, sich aber nicht darin verlieren und zugleich das Große Ganze im Auge behalten.
  • Eigene Denkweisen und Entscheidungen hinterfragen und gegebenenfalls korrigieren.
  • Abstrakte, allgemeine Prinzipien erkennen und hinterfragen. Nicht alles glauben, was einem erzählt wird. Einen eigenen Standpunkt entwickeln und verteidigen.

Für all das bietet Mathematik unzählige kleine, leicht verdaubare Übungs- und Trainingseinheiten, wie kaum ein anderes Fachgebiet in der Schule. DAS ist der große Vorteil der Mathematik. Die vielen kleinen Beispiele. Jedes kann Ihr Kind im Prinzip selbst lösen. Jedes kann richtig oder falsch sein. Jedes kann ein kleiner Erfolg aber auch ein Misserfolg sein. Und rund UM diese Beispiele liegt Ihre Aufgabe als Eltern und Begleiter. Nicht IN den Beispielen. DAS will ich Ihnen hier zeigen. Wie gehst du mit Erfolg und Misserfolg um? Wie lernst du aus Fehlern? Wie motivierst du dich selbst? DAS sollten Sie sich zu Ihrer Aufgabe machen. Nicht den Kindern erklären, wie die richtige Lösung geht. Das können Sie ohnehin nicht. Lassen Sie’s! Vertrauen Sie darauf. Das kann Ihr Kind selbst.

Selbstvertrauen – selbst eine richtige Lösung zu finden

Das Selbstvertrauen, das Ihr Kind durch das eigenständige Lösen von Mathematikaufgaben bekommt, ist wohl eines der wertvollsten Ergebnisse, das es aus der Beschäftigung mit Mathematik mitnehmen kann. Umgekehrt ist es auch ein sehr tiefgreifender Selbstvertrauensverlust, den es erleidet, wenn es sich dabei immer nur im Scheitern erlebt. Immer nur: “Das muss mir jemand erklären. Alleine schaffe ich das nicht.” Bemerken Sie die Katastrophe, die Sie mit Ihren Erklärungen bewirken?

Betrachten wir beispielsweise Biologie oder Geschichte. Da lernt man für den Test, bekommt schließlich eine Note und hat danach vielleicht ein Erfolgserlebnis. Beim Mathematiklernen hingegen ergibt sich diese Chance auf ein Erfolgserlebnis mit jedem Beispiel erneut. Man kann meist sogar ganz einfach selbst kontrollieren ob man richtig gerechnet hat. Und wenn’s geklappt hat, vielleicht erst nach dem 2. oder 3. Mal, ist ein kleines Erfolgserlebnis da. Schenken Sie Ihrem Kind möglichst viele solche kleinen Erfolgserlebnisse. Die Mathematik eignet sich so gut dafür, weil sie viele kleine Erfolgserlebnisse systematisch ermöglicht.

Das funktioniert aber nur, wenn Sie Ihr Kind wirklich selbst, eigenverantwortlich arbeiten lassen. Mit jedem fachlichen Erklärungsversuch torpedieren Sie das. Mit jeder Erklärung zeigen Sie Ihrem Kind: “Du kannst das nicht alleine. Ich zeige dir das jetzt. Du brauchst mich um das zu schaffen.” Jedes Mal ein kleines Training in die Abhängigkeit von Anderen. Lassen Sie das! Ihr Ziel ist die Selbständigkeit Ihres Kindes und Mathematik ein wunderbarer Übungsweg dahin.

Und das Beste dabei: Sie selbst brauchen von Mathematik überhaupt keine Ahnung zu haben um Ihr Kind dennoch erfolgreich dabei zu begleiten. Je weniger Ahnung Sie haben, je dümmer Sie sich stellen, um so besser. Lassen Sie sich die Dinge von Ihren Kindern erklären. “Achso? Und das ist jetzt richtig? Kannst du das überprüfen? … Aha. Und wenn DA das gleiche rauskommt stimmts? Ist ja toll, wie du das machst.”

 

Ein oft beobachtetes Verhalten sieht so aus: Das Kind soll ein Beispiel rechnen. Eltern oder Nachhilfelehrer sitzen daneben und verfolgen jedes Zeichen, das das Kind aufschreibt. Der Gedanke dahinter ist, einen Fehler möglichst sofort zu erkennen und das Kind darauf hinzuweisen. Wir wollen ihm (und uns selbst) damit ersparen das ganze Beispiel nochmals durchrechnen zu müssen. “Hast du da nicht ein Minus vergessen?”, “5 Mal 5 ist bei dir 10?”, “Achtung die Klammer!” Das Ergebnis ist, dass das Kind in seiner Aufmerksamkeit nur noch die geheimen Gesten und Zeichen des Betreuers verfolgt und verschiedene Lösungen probiert. Jeder Buchstabe wird zunächst vorsichtig angedeutet und die Verantwortung für das Ergebnis dem Betreuer überlassen. Kennen Sie das? Dabei ist die Aufmerksamkeit jedoch nicht bei der Sache, sondern beim Betreuer. Vor allem aber wächst dadurch kein Vertrauen in die eigene Fähigkeit. Das ist reine Zeitverschwendung.

Hören Sie auf damit! Versuchen Sie nicht Ihrem Kind etwas zu ersparen! Was Sie probieren ist “für Ihr Kind” zu schwimmen, damit ES schwimmen lernt. Wie soll das funktionieren?

Wenn Sie solches Verhalten bei Ihrem Kind bemerken, wenn es sich jeden Schritt von Ihnen absegnen lässt, hören Sie auf damit! Als Nachhilfelehrer mache Ich in solchen Fällen das nächste Beispiel gerne zu einem Wettbewerb. Ich rechne es selbst mit. Wollen wir sehen, wer schneller ist. Bei den ersten Beispielen gewinne meist ich. Sobald das Kind selbst ein paar Beispiele richtig gelöst hat, mache ich dumme Fehler und lasse das Kind gewinnen. Die Freude ist dann groß den Nachhilfelehrer zu besiegen und ihm auch noch zu erklären, wo er einen Fehler gemacht hat. So wächst das Vertrauen in die eigene Lösungskompetenz.

 

Und wenn das Kind Fehler macht? Dann suche NICHT ICH nach diesen Fehlern und erkläre diese, sondern lasse das Kind danach suchen. Das heißt natürlich das Beispiel nochmals gemeinsam durchgehen, aber dabei gibt das Kind das Tempo vor. Es soll erklären, was es in jedem Schritt getan hat. Ich stelle dabei nur Fragen. Ich sage nicht: “Aber 5×5 ist doch nicht 10, hier hättest du …” Ich frage: “Und 5×5 ist 10?” – das Kind: “Ja sicher.” – Ich: “Sicher?” – das Kind: “SICHER … Ach ich Depp! 5×5 ist doch 25!”

Wenn es den Fehler gefunden hat, sehen wir uns diesen an und philosophieren ein wenig darüber wie es dazu gekommen ist. Dabei versuche ich das Motivationsproblem herauszufinden. Mit einem “das habe ich ganz übersehen” gebe ich mich nicht zufrieden. “Aber wie konnte das passieren? WARUM hast du das übersehen? Hast du da an etwas Anderes gedacht? …” Das gelingt nicht immer, hilft dem Kind aber sein eigenes Arbeitsverhalten zu hinterfragen.

 

Ein kleiner Motivationstrick der immer wieder ganz gut ankommt folgender Gedanke: “Aus Fehlern lernt man. Wer viele Fehler macht, zeigt, dass er viel lernen will. Wer viele Fehler macht, ist also besonders eifrig.” – “Ach heute bist du wieder besonders eifrig. Heute möchtest du wieder viel lernen. Deshalb machst du wahrscheinlich so viele Fehler.” Das gibt den Kindern ein positives Gefühl.

Jetzt kann ich das als mathematisch geübter Nachhilfelehrer so praktizieren. Sie können das aber nicht, wenn Sie mit Mathematik nichts am Hut haben. Wenn Sie selbst das Beispiel nicht richtig lösen können, dann können Sie auch nicht erkennen, wo Fehler gemacht werden. Und dann benötigen Sie einen teuren Nachhilfelehrer.

Oder Sie übertragen die Verantwortung wirklich an Ihr Kind, trauen ihm die eigene Lösungskompetenz zu und begleiten es durch Motivation auf dem Weg in seine Selbständigkeit. Das ist nicht ein einmaliger Schritt. Das sind viele schmerzhafte Schritte des Loslassens, des Vertrauens, des Kontrolle Abgebens und des Scheiterns. Dabei werden Fehler passieren. Es wird nicht gleich funktionieren. Ihr Kind wird sich in die Geborgenheit der Betreuung und Hilfestellung zurücksehnen. Sie werden die Rolle des Erklärers und Helfers vermissen. Doch Sie werden belohnt mit einem Kind, das irgendwann selbständig, eigenverantwortlich und selbstbewusst seinen eigenen Weg geht und sich die Noten aus der Schule mitnimmt, die es für richtig hält. Ich kann nur empfehlen möglichst früh damit zu beginnen, Ihr Kind in die lerntechnische Eigenverantwortung zu entsenden. In den ersten Jahren ist die Mathematik noch so leicht, dass Sie Ihr Kind auch inhaltlich gut begleiten können. Nützen Sie diese Zeit um es auf den Weg der Eigenverantwortung zu führen!

Wenn es bereits passiert ist und Sie mit einem 13- oder 17-jährigen mit schlechten Noten dasitzen, selbst in Mathematik nichts mehr verstehen und wöchentlich die Scheine nur so zum Nachhilfelehrer flutschen, dann ist es höchste Zeit den Weg in die Eigenverantwortung zu beschreiten. Hören Sie auch hier auf, Dinge zu wiederholen, die schon bisher nicht funktioniert haben! Ihr Kind kann das selbst schaffen. Lassen Sie es nicht alleine, aber wenden Sie sich vom Inhaltlichen ab und der Motivation zu! Wenden Sie das Blatt! Beschreiten Sie neue Wege!

 

Weitere Inhalte

Selbstmotivation – seine innere Motivation finden, aktivieren und pflegen

Das wäre jetzt das Zweite von insgesamt 15 Unterkapiteln, die ich oben im Kapitel „Was Sie alles MIT Mathematik lernen, üben und trainieren können“ aufgezählt habe.

Weitere Hauptkapitel behandeln die Themen:

Allgemeine Motivationsprobleme

Motivationsprobleme speziell beim Mathematiklernen

Ein Weg in die Freiheit

Wie Sie den Ausstieg aus ihrer aktuellen misslichen Lernsituation gestalten können.

Glaubenssätze

Dazu gibt’s dann noch eine

Zusammenfassung

für Sie, damit Sie die wichtigsten Ideen und Anregungen immer griffbereit haben. Diese wird noch ausgearbeitet.

 

Sie wollen wissen wie Mathematik-Lernen auch bei Ihrem Kind funktionieren kann?

Dann möchte ich Ihnen hier mein Buch 1 empfehlen.

Als Paperback

 Buch_1_Paperback

Als Hardcover

Buch_1_Hardcover

Und ab sofort auch Auf AMAZON.